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From code to company: Brückenschlag zwischen Wissenschaft und Industrie mit dem CTO von Urbio an der ETH Zürich

  • 30. Okt. 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Erfahren Sie aus erster Hand von Urbios CTO auf der Bühne der ETH Zürich, worauf es beim Aufbau eines erfolgreichen Tech-Unternehmens ankommt.


Der Übergang von der akademischen Forschung zu kommerziell nutzbarer, marktreifer Software ist einer der kritischsten Engpässe bei der urbanen Energiewende. Auf der jüngsten Veranstaltung „From code to company“ im Audimax der ETH Zürich kamen führende digitale Energie-Innovatoren zusammen, um den Lebenszyklus moderner Energieplanungstools zu diskutieren – von ersten Hypothesen und Open-Source-Code bis hin zu skalierbaren Unternehmen.


Dr. Nils Schüler, CTO und Mitgründer von Urbio, nahm an einer Podiumsdiskussion mit Schweizer Start-ups aus dem Bereich der digitalen Energiewirtschaft teil, um über Marktbedürfnisse, Produktentwicklung und die Zukunft intelligenter Software für Wärmenetzplanung zu reflektieren.



Skalierung bei der Wärmenetzplanung


In seiner Präsentation erläuterte Schüler die rasante Entwicklung von Urbio seit der Gründung im Jahr 2020. Angetrieben wird das Unternehmen von der Mission, die Dekarbonisierung des bestehenden Gebäudebestands zu beschleunigen. Heute nutzen mehr als 50 Energieversorger, Stadtwerke und Beratungsbüros in vier Ländern die Plattform.


Schüler hob hervor, wie die Plattform den gesamten Workflow optimiert, wenn Versorger Wärmenetze planen und entwerfen. Durch die Bereitstellung von Plug-and-play-Daten ermöglicht Urbio den Nutzern einen sofortigen Start der Planung, ohne eigene Datensätze mitbringen zu müssen. Gleichzeitig bietet die Software eine „Data Factory“ für diejenigen, die spezifische lokale Daten integrieren möchten. Diese Funktion treibt digitale Zwillinge von Gebäudebeständen auf nationaler Ebene an, wodurch Kunden schnell Marktchancen identifizieren und optimierte Wärmenetze planen können.


Mit Blick auf die Zukunft kündigte Schüler neue Funktionen an, um mehrere georeferenzierte Heizzentralen und die Energieflüsse zwischen ihnen zu modellieren. Dies festigt Urbios Position als führendes Tool für komplexe Projekte.



Eine tief verwurzelte Zusammenarbeit mit der ETH Zürich und CEA


Die Veranstaltung an der ETH Zürich war nicht nur ein Schaufenster für Start-ups, sondern auch eine Feier der branchenübergreifenden Zusammenarbeit innerhalb des Energie-Ökosystems, welche die aktuelle Generation städtischer Energie-Tools maßgeblich geprägt hat.


Die Zusammenarbeit von Urbio mit der ETH Zürich und dem CEA-Ökosystem reicht Jahre zurück und gestaltet aktiv mit, wie die Branche an die urbane Dekarbonisierung herangeht. Diese langjährige Synergie zwischen wissenschaftlicher Präzision und kommerzieller Softwareanwendung wurde bereits zuvor in einer Analyse eines innovativen Tech-Stacks für die strategische Planung im Wärmenetz in Lissabon hervorgehoben. In diesem preisgekrönten Projekt arbeitete Urbio mit CEA und QGIS zusammen, um die Lücke zwischen komplexen Geodaten und einer praxisnahen Infrastrukturoptimierung zu schließen.



Einblicke aus der Podiumsdiskussion: User Experience und das Gründerteam


Während der Podiumsdiskussion mit Gründern von Planeto, Sympheny, UUen und Urbio unterstrich Schüler die enorme Bedeutung der User Experience (UX), um Kunden optimal in ihren Arbeitsabläufen zu unterstützen. Die Teilnehmer waren sich einig, dass eine nahtlose, intuitive Benutzeroberfläche letztendlich die Akzeptanz fördert und die Einarbeitungshürden für technisch-kaufmännische Anwender, insbesondere bei den Stadtwerken, massiv senkt.


Nils Schüler, CTO von Urbio, auf der Bühne mit Moderator Christian Schaffner, Executive Director des Energy Science Centers an der ETH Zürich, und weiteren Diskussionsteilnehmern.
Nils Schüler, CTO von Urbio, auf der Bühne mit Moderator Christian Schaffner, Executive Director des Energy Science Centers an der ETH Zürich, und weiteren Diskussionsteilnehmern.

Auf die Frage nach seinem wichtigsten Rat für angehende Entrepreneure im Energiesektor betonte Schüler die menschliche Komponente hinter dem Code. Er riet zukünftigen Gründern, sich die nötige Zeit zu nehmen, um ihre Mitgründer sorgfältig auszuwählen. Er wies darauf hin, dass die Reise eines Start-ups lang ist und unvermeidliche Herausforderungen mit sich bringt. Letztlich sei es der Zusammenhalt im Team und die gemeinsame Ausrichtung auf das richtige Ziel, die das Unterfangen nicht nur erfolgreich, sondern auch lohnenswert machen.


 
 
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