Urbios API: Eine digitale Brücke zwischen Planungssoftware, CRM-Systemen und Webseiten
- Randy Lamotte
- 4. Dez. 2025
- 3 Min. Lesezeit
Paradoxerweise steckt die Planung von Wärmenetzen noch immer in Silos fest – obwohl Wärmenetze selbst auf Vernetzung und Zusammenarbeit basieren.
Auf der einen Seite arbeiten Ingenieure mit ausgefeilter Software für die Simulation verschiedener Planungsszenarien. Auf der anderen Seite verwalten Vertriebsteams die Kundenbeziehungen in separaten CRM-Systemen und führen punktuelle E-Mail-Kampagnen durch. Diese Trennung verlangsamt nicht nur Projekte – sie schafft eine erhebliche Lücke zwischen Stadtwerken, ihren ambitionierten Klimazielen und Rentabilitätsvorgaben sowie ihren Kunden.
Urbios API wurde entwickelt, um genau diese Lücke zu schließen, indem sie Planungstools direkt mit Kanälen zur Kundenakquise verbindet.
Was ist eine API?
Stellen Sie sich eine API (Application Programming Interface) als „digitale Brücke" vor: Sie ermöglicht es Urbio, sicher und automatisch Informationen mit Ihren anderen Geschäftsanwendungen auszutauschen – ganz ohne manuellen Eingriff. Das Ergebnis sind leistungsstarke Automatisierungen, die den Vertrieb beschleunigen, den ROI von Wärmenetzen steigern und technische sowie kaufmännische Teams perfekt aufeinander abstimmen.
Die hohen Kosten isolierter Daten
Stellen Sie sich vor: Ihr Ingenieurteam identifiziert 50 Gebäude mit hohem Potenzial – hoher Wärmebedarf, derzeit fossil beheizt, alle innerhalb von 200 Metern zu Ihrem bestehenden Netz. Ihr Planungsmodell enthält wertvolle Erkenntnisse: Wärmepreis, Anschlusskosten, Trassenverlauf. Doch diese entscheidenden Informationen bleiben in einer Tabellenkalkulation gefangen, während Ihr Vertriebsteam bei der nächsten Kundenansprache im Blindflug agiert.
Wenig überraschend führen isolierte Arbeitsweisen zu höheren Akquisitionskosten, verpassten Chancen und Netzen, die unterausgelastet sind – und finanziell unter ihren Möglichkeiten bleiben.
Diese strukturelle Entkopplung ist die Ursache eines kritischen Engpasses und kostet Unternehmen Millionen Euro durch Projektkosten, Kundenakquise, unkoordinierte Tiefbauarbeiten und suboptimale Infrastrukturinvestitionen.
Um dieses Problem zu lösen, setzt die Branche zunehmend auf Digitalisierung und insbesondere auf den Einsatz von APIs.
Drei leistungsstarke Workflows durch die Urbio-API
Die API von Urbio ermöglicht einen nahtlosen Datenfluss zwischen technischen und kaufmännischen Anwendungen.
Hier sind drei bewährte Workflows, die zeigen, was möglich ist.

1. Automatisierte Lead-Generierung: Urbio sendet Daten an Ihre Webseite

Verwandeln Sie Ihre Webseite von einer statischen Broschüre in eine 24/7-Kundenakquise-Maschine.
Ein Gebäudeeigentümer besucht die Webseite Ihres Stadtwerks und gibt seine Adresse ein, um sofort ein individuelles Angebot für den Anschluss an Ihr Wärmenetz zu erhalten. Im Hintergrund sendet die API eine Anfrage an Urbios Rechner, der in Echtzeit die Angebotsdaten auf Basis des geschätzten Leistungsbedarfs und der aktuellen Preise zurückgibt.
Der Gewinn: Ihre Webseite entwickelt sich von einer statischen Broschüre zu einem automatisierten Lead-Generierungs-Tool. Ein „Always-on"-Kanal, der Ihre Kunden dann bedient, wenn sie bereit sind – mit hochpersonalisierten Inhalten. Der Schweizer Energieversorger CKW verzeichnete nach Implementierung dieses Workflows einen deutlichen Anstieg eingehender Anfragen.
2. Räumliches CRM: Wenn externe Marktdaten in Urbio kartiert werden

Bringen Sie Live-Marktinformationen direkt in Ihre Software für Wärmenetzplanung.
Sie haben Kundeninteresse erfasst – über Webformulare oder Umfragen. Daten wie „Ich interessiere mich für einen Anschluss innerhalb des nächsten Jahres". Diese liegen in einer Tabellenkalkulation vor, aber Tortendiagramme und Adresslisten sind nicht handlungsorientiert. Mit einem einfachen Drag-and-Drop – oder einer direkten API-Integration mit Ihrem Umfrage-Tool – erscheinen die Daten dank Urbios integriertem Geocoding und individuellen Kriterien als georeferenzierte Karte. Ingenieure können sofort „Hotspots" der Nachfrage visualisieren und diese kaufmännischen Daten mit den technischen Kennzahlen des Netzes verknüpfen.
Der Gewinn: Dies ist entscheidend für Verdichtungsstrategien. EKT nutzte Urbio als „räumliches CRM" zur Verwaltung von Kundeninteresse, was zu einer Steigerung der Wärmeverkäufe um +10 % pro Jahr führte, indem Verdichtungschancen schnell erkannt und genutzt werden konnten.
3. Bidirektionale Integration: Urbio ↔ CRM

Schaffen Sie eine nahtlose, bidirektionale Synchronisation zwischen technischen und kaufmännischen Abteilungen.
Urbio identifiziert automatisch Cluster von Gebäuden mit hohem Potenzial basierend auf ihrem Energiebedarf und ihrer Entfernung zum Netz und überträgt diese als qualifizierte, priorisierte Leads in Ihr CRM (z. B. Salesforce, Freshsales, SAP). Umgekehrt: Wenn ein Vertriebsmitarbeiter den Status eines Geschäfts im CRM auf „Verloren" setzt, aktualisiert sich die Planungskarte in Urbio sofort, sodass technische Teams keine Zeit mit der Planung für dieses Gebäude verschwenden.
Der Gewinn: Dies ist die „Single Point of Truth" (SPOT), die Datensilos beseitigt und das gesamte Team aufeinander abstimmt. Stadtwerke wie Romande Energie haben diese Integration genutzt, um Vertriebszyklen zu verkürzen und den ROI bestehender Netze zu steigern.
Fazit: Ein vereinheitlichter Workflow
Jenseits der Technik von APIs stehen konkrete Vorteile, die diejenigen belohnen, die Digitalisierung vorantreiben:
Beschleunigte Vertriebszyklen und verbesserte Conversion-Raten dank präziser, hochpersonalisierter Insights in Vertriebsaktivitäten
Gesteigerter Netz-ROI durch die Aufdeckung von Verdichtungschancen und entsprechende Ressourcenallokation
Team-Alignment und reduzierte Reibungsverluste durch ein „Single Point of Truth"-Framework zwischen unterschiedlichen Teams
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